Zwei Männer sitzen an einem Holztisch vor zwei abstrakten gemälden. der Mann in einem weißen Hemd auf der rechten Seite unterschreibt ein Schriftstück, der Mann in einem hellblauen Hemd auf der linken Seite schaut ihm dabei lächelnd zu.
Prof. Dr. Raimund Bleischwitz und Dr. Nicolas Dittert bei der Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrag für den Neubau des ZMT | Foto: ZMT

Wichtiger Meilenstein für den ZMT-Neubau: Erbbaurechtsvertrag unterzeichnet

Das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) hat einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu seinem Neubau in Bremen erreicht: Der langfristige Erbbaurechtsvertrag für das Grundstück an der Otto-Hahn-Allee ist unterzeichnet. Damit ist eine wesentliche rechtliche Grundlage geschaffen für den Bau der künftigen Heimat des ZMT im Bremer Technologiepark.

Der von der Geschäftsführung des ZMT, Prof. Dr. Raimund Bleischwitz und Dr. Nicolas Dittert, unterzeichnete Vertrag läuft über 98 Jahre. Diese langfristige Perspektive steht für den Anspruch, einen dauerhaften Standort für das ZMT und künftige Generationen von Forschenden und Mitarbeitenden zu schaffen und ein Umfeld zu kreieren, in dem sich die exzellente ZMT-Forschung des ZMT zu tropischen Küstenökosystemen weiterentwickeln kann.

Der Neubau verbindet Nachhaltigkeit, Funktionalität und moderne Forschungsinfrastruktur miteinander. Geplant sind Räume für Austausch und Zusammenarbeit ebenso wie für konzentriertes Arbeiten, den Empfang internationaler Gäste und modernste Laborforschung. In diesem Umfeld kann das ZMT sein besonderes interdisziplinäres Forschungsprofil weiterentwickeln, das Natur- und Sozialwissenschaften verbindet und einen neuen Schwerpunkt auf Modellierung legt.

Prof. Dr. Raimund Bleischwitz, wissenschaftlicher Geschäftsführer des ZMT dazu: „Für das ZMT ist die lange Laufzeit des Vertrages Chance und Verantwortung zugleich. Der Neubau soll nicht nur ein neuer Arbeitsplatz sein, sondern eine langfristige Heimat, in der kommende Generationen von Mitarbeitenden die Forschung des ZMT zu tropischen Küstenökosystemen vorantreiben und an nachhaltigen und lebenswerten Perspektiven für Mensch und Natur arbeiten können.“

Dr. Nicolas Dittert, kaufmännischer Geschäftsführer des Instituts ergänzt: „Mit der Unterzeichnung ist ein weiterer entscheidender Schritt getan, um die bislang auf verschiedene Standorte verteilten Aktivitäten des ZMT künftig in einem gemeinsamen Forschungsumfeld zusammenzuführen und langfristig beste Voraussetzungen für Zusammenarbeit, Innovation und exzellente Meeresforschung zu schaffen.“

Das neue Gebäude ist an der Otto-Hahn-Allee in Bremen-Horn-Lehe geplant. Nach einem europaweiten Architekturwettbewerb wurde das Wiener Büro SWAP Architektur mit dem Entwurf beauftragt. Das Konzept verbindet Büros, Labore und Werkstätten in einer flexiblen Gebäudestruktur, die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern und sich zugleich an künftige Anforderungen anpassen soll. Im August 2026 wurde das Bremer Büro Campe Janda Architekten in die Objektplanung und Umsetzung des Neubaus aufgenommen. Nachhaltigkeit und klimagerechtes Bauen spielen bei der Planung eine zentrale Rolle.

Dem jetzigen Vertragsabschluss war eine weitere wichtige Entscheidung vorausgegangen: Im August 2025 stimmte der Haushalts- und Finanzausschuss Bremens einstimmig der Bestellung eines langfristigen Erbbaurechts zugunsten des ZMT für das rund 7.938 Quadratmeter große Grundstück an der Otto-Hahn-Allee zu.

Nach dem derzeitigen Zeitplan soll Anfang 2027 mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen, die Inbetriebnahme des neuen Gebäudes für 2029. Das Budget für den Neubau beläuft sich auf 42,423 Mio Euro.