Designierter Leibniz-Präsident Christoph M. Schmidt zu Gast am ZMT: Gemeinsam die Zukunft der Meere im Blick
Wie können Küstenregionen widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden? Welche Rolle spielen marine Ökosysteme für nachhaltige Entwicklung und Ernährungssicherheit? Und wie kann Wissenschaft dazu beitragen, Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Besuchs von Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, designierter Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen.
Empfangen wurde Herr Schmidt von der Institutsleitung Prof. Dr. Raimund Bleischwitz (Wissenschaftlichen Geschäftsführer) und Dr. Nicolas Dittert (Kaufmännischer Geschäftsführer). Nach einer Vorstellung des Instituts erhielt der Gast einen umfassenden Einblick in die Forschungsagenda des ZMT, das seit 35 Jahren wissenschaftliche Grundlagen für den nachhaltigen Umgang mit tropischen Küsten- und Meeresökosystemen erarbeitet.
„Wir haben uns sehr gefreut, Prof. Dr. Christoph M. Schmidt am ZMT begrüßen zu dürfen. Sein Besuch war eine wertvolle Gelegenheit, die wissenschaftlichen Stärken des ZMT und die Bedeutung unserer Forschung für Resilienz als Baustein einer nachhaltigen Entwicklung, für Bio-basierte Beiträge zur High-Tech-Agenda des Bundes und für Transformationsprozesse zu präsentieren“, betont Prof. Dr. Raimund Bleischwitz im Namen der Geschäftsführung. „Forschung ist eine kritische Infrastruktur der Zukunft“, so Bleischwitz.
Ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung der Meerwasserversuchsanlage MAREE (Marine Experimental Ecology) des Instituts. Die Forschenden Dr. Lara Stuthmann und Prof. Dr. Martin Zimmer präsentierten dort aktuelle Projekte zur experimentellen Aquakultur und Mangrovenökologie. Silvia Hardenberg erklärte die technischen Möglichkeiten der Anlage, die es erlaubt, marine Umweltbedingungen realitätsnah zu simulieren. Solche Forschungsinfrastrukturen spielen eine zentrale Rolle, um die Auswirkungen von Umweltveränderungen auf marine Organismen und Ökosysteme besser zu verstehen und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln.
Der Besuch bot Gelegenheit, die enge Verbindung zwischen exzellenter Grundlagenforschung und gesellschaftlich relevanter Anwendung zu verdeutlichen. Gleichzeitig unterstrich er die wichtige Rolle des ZMT innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft als international vernetztes Forschungszentrum für marine Tropenforschung und nachhaltige Entwicklung.
Dazu Christoph M. Schmidt: „Bei meinem Besuch heute am ZMT wurde deutlich, dass hier einzigartige Forschung auf höchstem Niveau mit einem klaren Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit betrieben wird. Das ZMT zeigt in besonderer Weise, wofür die Leibniz-Gemeinschaft steht: exzellente Forschung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz.“
Den festlichen Abschluss des Tages bildete die Jubiläumsveranstaltung zum 35-jährigen Bestehen des ZMT im Übersee-Museum Bremen. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft wurde auf die Entwicklung des Instituts zurückgeblickt und zugleich der Blick auf die Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahrzehnte gerichtet.
