Tryptichon-Foto: links: Luftaufnahme einer schmalen, schneebedeckten Landzunge mit einer kurvenreichen Straße, die durch eine kleine Küstensiedlung führt. Das Meer und teilweise zugefrorene Buchten umgeben die Halbinsel, während im Hintergrund eine verschneite Insel unter einem bewölkten Himmel zu sehen ist. mitte: Küstenlandschaft mit freiliegendem, rissigem Schlick und zahlreichen abgestorbenen Baumstämmen und Wurzeln. Im Hintergrund geht die kahle Uferzone in einen dichten grünen Wald über, unter einem klaren blauen Himmel. rechts: Luftaufnahme eines langen Sandstrandes, der eine schmale Landzunge zwischen dem offenen Meer und einer ruhigen Lagune bildet. Entlang der Küste erstreckt sich eine Siedlung mit Straßen, Häusern und Palmen, während Wellen auf den breiten Strand treffen.
Küstenregionen in Kanada, Ghana und Französich-Guyana sind durch den steigenden Meeresspiegel zunehmend von Erosion betroffen | Fotos: CERMIM | Christophe Proisy, Institute of Research for Development | Africa Centre of Excellence in Coastal Resilience

BEACONSplus: Sechs Millionen Euro für neues Horizon-Europe-Projekt zur Stärkung der Klimaresilienz von Küstengemeinden im Atlantikraum

BEACONSplus vereint 15 Partnerorganisationen aus neun Ländern beiderseits des Atlantiks, um gemeinsam mit Küstengemeinden Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln

Im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe startet ein neues Forschungs- und Innovationsprojekt, das Küstengemeinden beiderseits des Atlantiks dabei unterstützen soll, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und ihre Resilienz zu stärken. Das Projekt BEACONSplus (Building Resilience in Atlantic Communities through Innovation and Science) wird mit sechs Millionen Euro über dreieinhalb Jahre gefördert. Es adressiert die wachsende Kluft zwischen den derzeitigen Anstrengungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und dem Tempo, das erforderlich wäre, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens noch zu erreichen.

Koordiniert wird das Projekt vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen. Beteiligt sind 15 Partnerorganisationen aus Brasilien, Deutschland, Frankreich, Ghana, Irland, Italien, Kanada, Südafrika und dem Vereinigten Königreich. Dazu zählen Forschungsinstitute, Universitäten, zivilgesellschaftliche Organisationen und kommunale Netzwerke. BEACONSplus läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2029.

Da die bisherigen Emissionsminderungen hinter dem Erforderlichen zurückbleiben, verursachen der steigende Meeresspiegel sowie häufigere und intensivere Extremwetterereignisse zunehmend Schäden an der Küsteninfrastruktur. Gleichzeitig gefährden sie die regionale Wirtschaft und Gesundheit, Wohlergehen und Lebensgrundlagen der Küstengemeinden.

Mit einem trans-, multi- und interdisziplinären Ansatz arbeitet BEACONSplus direkt mit Küstengemeinden zusammen, um globale und regionsspezifische Herausforderungen zu identifizieren sowie gemeinsam Anpassungslösungen zu entwerfen, weiterzuentwickeln und auszutauschen. Das Projekt basiert auf einem bestehenden Zusammenschluss, dem „All-Atlantic Network of Coastal Resilience Beacon Sites“. Dies sind bereits etablierte, lokal geführte Standorte, die sich der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen durch Co-Design, Forschung und Innovation sowie der transatlantischen Kooperation verschrieben haben.

BEACONSplus schafft zudem frei zugängliche Kollaborationsplattformen, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Küstengemeinden bei der Entwicklung lokaler Lösungen für die Herausforderungen im Atlantikraum zu stärken. Hierzu werden neue Instrumente für den Austausch und die Kommunikation entwickelt, darunter ein Tool zur Bewertung der Klimarisiken für Küstengemeinden, das wissenschaftliches und traditionelles Wissen zusammenführt, um den Schutz und die Wiederherstellung von Küstenökosystemen zu unterstützen.

Ergänzend sollen Lösungen, bewährte Verfahren und Erkenntnisse aus gescheiterten Ansätzen allen teilnehmenden Gemeinden über eine Multimedia-Plattform zugänglich gemacht werden.

„Wir sehen bei BEACONSplus die Stärkung der Eigenverantwortung und Handlungsfähigkeit von Küstengemeinden als zentrales Ziel. Dies wird erreicht, indem die Gemeinden durch einen Multi-Akteur-Ansatz aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, anstatt Lösungen von außen vorzugeben“, so Martin Zimmer, BEACONSplus-Koordinator am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT).


BEACONSplus auf einen Blick

Projektname

BEACONSplus – Stärkung der Resilienz atlantischer Gemeinschaften durch Innovation und Wissenschaft

Fördervereinbarungs-Nr.

101286863

Koordinator

Leibniz-Zentrum für Meeres- und Tropenforschung (ZMT) GmbH, Bremen, Deutschland

Laufzeit

1. Juli 2026 – 31. Dezember 2029

Gesamtbudget

6.629.940,00 €

EU-Beitrag

6.073.739,25 €

Förderprogramm

Horizont Europa, Cluster 6: Ernährung, Bioökonomie, Natürliche Ressourcen, Landwirtschaft und Umwelt

Fördermaßnahme

Innovationsmaßnahme

Partner

15 Organisationen in 9 Ländern

Webseite

https://coastalresilience.allatlanticocean.org

 

BEACONSplus wird im Rahmen der Ausschreibung HORIZON-CL6-2025-02-COMMUNITIES-03: „Innovative Lösungen für resiliente und klimaangepasste Küstengemeinden im Atlantik“ durch Horizon Europe, dem wichtigsten Förderprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, gefördert. Das Projekt läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2029.


Partnerorganisationen:

  • Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) GmbH (Koordinator) | Deutschland
  • Freeborne Fulcrum Limited | Vereinigtes Königreich
  • Resilience Mapping Canada Ltd | Kanada
  • University of Galway | Irland
  • Fondazione Centro Euro-Mediterraneo sui Cambiamenti Climatici | Italien
  • MEOPAR Incorporated | Kanada
  • National Research Council Canada | Kanada
  • National Oceanography Centre | Vereinigtes Königreich
  • UNESCO | Frankreich
  • ICLEI – International Council for Local Environmental Initiatives – Africa | Südafrika
  • University of Cape Coast | Ghana
  • Centre de recherche sur les insulaires et maritimes (CERMIM) | Kanada
  • Institut de recherche pour le développement | Frankreich
  • Universidade Federal do Pará | Brasilien
  • University of South Africa | Südafrika