Vernetzte Küstenlandschaften

Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen bilden ökologisch vernetzte Küstenlandschaften (KMS-Metasysteme), die wichtige Ökosystemleistungen sichern und zur Klimaresilienz von Insel- und Küstengemeinden beitragen. Die gemeinsame Rolle verschiedener Formen der Vernetzung innerhalb dieser KMS-Systeme – insbesondere im Hinblick auf die Bereitstellung von Ökosystemleistungen und die Anpassungsfähigkeit – ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht, was effektives Management erschwert.

m-CONNECT schließt diese Wissenslücke, indem es KMS-Metasysteme in geschützten und ungeschützten Küstenbereichen auf tief liegenden Riffinseln im Inselgebiet Südostasiens und im Westpazifik – vom Korallendreieck bis nach Vanuatu – untersucht und dabei einem Gradienten von Systemen folgt, die sich hinsichtlich ihrer natürlichen Artenvielfalt unterscheiden.

Ein transdisziplinärer Ansatz

Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit indigenen und lokalen Gemeinschaften wissenschaftlich fundierte Leitlinien für den Schutz, die Wiederherstellung und die Verbesserung der Ökosystemleistungen von KMS-Metasystemen zu entwickeln. Diese Leitlinien werden ökologische, biogeochemische und geomorphologische Daten zur Systemvernetzung, lokales Wissen, die Bewertung von Ökosystemen sowie sozial-ökologische Bedürfnisse einbeziehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf drei zentralen Ökosystemleistungen: der Bereitstellung natürlicher Ressourcen (Fischerei), dem Küstenschutz durch Kalkproduktion und Sedimentdynamiken, und das Potential von Blauem Kohlenstoff.

Durch die Einbindung des Konzepts der ökologischen und räumlichen Vernetzung in die Planung von Renaturierungs- und Schutzmaßnahmen soll das Projekt den langfristigen Erfolg von Maßnahmen in KMS-Metasystemen steigern und die Kapazitäten der indigenen und lokalen Gemeinschaften sowie von Regierungsakteuren in der Untersuchungsregion stärken.